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5. AJH-Handwerkspreis – 2007

5. AJH-Handwerkspreis – 2007

 

Das neue Konzept hat sich bewährt. In festlichem Rahmen hat der Arbeitskreis Junger Handwerksunternehmer/Innen zum fünften Mal seinen Handwerkspreis vergeben. Dabei zeichnete er erstmals herausragende handwerkliche Leistungen aus und nicht wie früher besonders gelungene Geschäftspläne.

Eine unabhängige Jury hatte aus dem Kreis der Bewerber drei Arbeiten ausgewählt, die in drei verschiedenen Kategorien ausgezeichnet wurden. Für ihre Leistungen erhielten die jeweiligen Handwerker einen schönen – natürlich handwerklich – gestalteten Pokal und ein Preisgeld von 1.000 Euro.

Im Bereich „Kreativität/Design“ gewann der Gold- und Silberschmiedemeister Stephan Bücken aus Herzogenrath-Kohlscheid. Sein wunderschönes Schloss, das seit dem Ende der diesjährigen Aachener Heiligtumsfahrt den Marienschrein im Dom verschließt, ist ein wahres Kunstwerk. Die Art und Weise, wie Bücken sich in die christliche Mystik hineingedacht hat, wie er Inneres und Äußeres seiner Arbeit zu einem harmonischen Ganzen geführt hat, überzeugte die Jury ebenso wie die allgegenwärtige Symbolik in der Ausgestaltung.

In der Kategorie „handwerkliche Leistung“ ging die Auszeichnung an den Maurer- und Betonbauermeister Hendrik Pressler aus Aachen und seine Firma Naturkonzept. Sein Betrieb errichtet ganze Lehmhäuser oder baut Wohnungen innen mit Lehm aus. Pressler überzeugte die Juroren mit der konsequenten Anwendung tradierter Fähigkeiten – immerhin ist der Lehmbau schon seit 9.000 Jahren bekannt und mittlerweile wieder hochgeschätzt. Zudem stellte Ralf Raspe, Moderator der WDR Lokalzeit und Laudator an diesem Abend, die positive Wirkung des natürlichen Baustoffes für ein gesundes Raumklima heraus.

 

Über den dritten Pokal und ebenfalls 1.000 Euro freut sich Kürschnermeister Olaf Neuwirth (Aachen), der den Handwerkspreis in der Kategorie „Individualität und Exklusivität“ erhielt. Neuwirth arbeitet an der Trendkollektion Swakara mit, einem Naturprodukt von Karakulschafen aus Namibia. Die Jacke, mit der sich Neuwirth für den AJH-Handwerkspreis bewarb, wurde schon bei Modenschauen in Hongkong, Mailand, Frankfurt, Moskau und Aachen präsentiert. Sie ist ein kunstvoll geschaffenes Kleidungsstück mit Melonenärmeln und großer Kapuze.